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Proco – PFA 9000 – Eine auch für komplexe Werkstücke geeignete Kunststoffbeschichtung

Proco – PFA 9000 ist ein Beschichtungsverfahren für den Korrosionsschutz, z.B. zum Schutz von Anlagen gegenüber Säuren und Laugen, als Antihaftbeschichtung in für Lebensmittel genutzten Anlagen oder auch in der pharmazeutischen Industrie, wo sich die Pharmazeutika gut von den Oberflächen lösen sollen und wo mit Säuren und Laugen gereinigt wird.

Tauchrohr Flanschseite Kunststoffbeschichtung

Tauchrohr, mit doppeltem Innenrohr

Das Beschichtungsverfahren kann begrifflich zur Gruppe der Teflonbeschichtungen gezählt werden. Der verwendete Fluorkunststoff Perfluoralkoxy (PFA) zeichnet sich durch eine geringe Benetzbarkeit der Oberfläche aus und minimiert damit die Anhaftung von Produkten und verbessert entsprechend auch dessen Fliesseigenschaften in der Anlage.

Die dichte molekulare Struktur macht das Verfahren resistent gegenüber vielen chemisch aggressiven Medien. Dies schütz Anlagenteile vor Korrosion und bewahrt hochreine Produkte vor Ionenaustausch mit metallischen Anlagen und –Komponenten. Im Vergleich zu den ebenfalls in diesem Segment verwendeten Kunststoffen E-CTFE (z.B. die Marke Halar®) oder ETFE (z.B. die Marke Tefzel®) ist die maximal zulässige Betriebstemperatur bei den meisten Medien deutlich höher.

Mit ca. 400 – 1000 µm und der Shorehärte ≈ D60 ist eine relative Schagfestigkeit gegeben, wie sie im Betriebsalltag benötigt wird.

Tauchrohr Behälterseite beschichtet

Tauchrohr Behälterseite beschichtet

Individuelle Anforderungen der Industrie verlangen individuelle Lösungen vom Konstrukteur und vom Beschichter. Die normative Grundlage für zu beschichtende Werkstücke dabei ist die DIN EN 14879-1. Sie gibt z.B. Aufschluss, für die Konstruktion und Fertigung, wie Rohrverbindungen, Kanten, Kehlen oder Schweissnähte aussehen müssen oder welches maximale Verhältnis zwischen Rohrinnendurchmesser und –Länge gilt. Der Kunststoffbeschichter analysiert dann die physikalischen Gegebenheiten des zu beschichtenden Werkstückes und jene des Kunststoffes und entwickelt daraus die individuelle Applikationstechnik. Diese ist besonders bedeutsam, wenn das zu beschichtende Werkstück zum Beispiel nicht der Beschichtungsnorm DIN EN 14879-1 entspricht. Das Beschichtungsverfahren Proco – PFA 9000 zeichnet sich dadurch aus, dass es auch für individuelle Lösungen, für komplexe Werkstücke genutzt werden kann, ohne Einbussen in der Oberflächenstruktur oder Porenfreiheit.

Über Möglichkeiten – und auch Grenzen – informieren wir gerne projektbezogen.

12.02.2015 // Verfasst von Hueni

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