ETFE

20.05.2016

Ursprung

Entwickelt wurde ETFE von der Firma DuPont bereits in den 1970er Jahren. Platziert wurde dieser Kunststoff am Markt unter dem Handelsnamen Tefzel®.

Allgemeines

Etylen-Tetraflourethylen – kurz ETFE – gehört zur Gruppe der fluorierten Thermoplastkunststoffe aus der Familie der Polyhalogenolefine. Das Copolymer besteht aus Tetrafluorethylen und Ethylen. ETFE ist eine Weiterentwicklung des verbreiteten Sinterwerkstoffes Polytetrafluorethylen – PTFE oder auch Teflon®. Als ein partiell fluorierter, teilkristalliner, thermoplastischer Kunststoff verbindet ETFE also die hervorragenden chemischen Eigenschaften von PTFE (Teflon®) mit den mechanisch-technischen Eigenschaften von Polyethylen (PE). Im Gegensatz zu Teflon® und Perfluoralkoxy (PFA) weist der Kunststoff eine sehr geringe Dichte auf und enthält keine Weichmacher. Die Verarbeitung findet durch Spritzgießen und Extrusion statt.

Eigenschaften

ETFE zeichnet sich durch eine hohe chemikalische Beständigkeit, Lichtdurchlässigkeit und elektrische Durchschlagsfestigkeit aus.

  • Schmelzpunkt: circa 275 °C
  • Einsatztemperatur: −100 °C bis +150 °C
  • Antihafteigenschaft
  • Geringe Wasserabsorption
  • typische Dichte: 1,67 – 1,75 g/cm3

Chemische Formel

etfe - chemische Formel

Einsatzgebiete

Der Kunststoff wird entsprechend auch für Korrosionsschutzbeschichtungen und elektrische Isolationen verwendet. Eine typische Anwendung ist die lichtdurchlässige Bedachung und Verkleidung von Schwimmbädern, Gewächshäusern oder anderen Gebäuden. Auch die Bedachung des Münchner Fußballstadions, die „Allianz Arena“, besteht aus dem Kunststoff ETFE. Vor allem hat sich ETFE auf Grund der Witterungsbeständigkeit auch für Solarmodule als geeignet erwiesen. Außerdem eignet sich der Kunststoff auch als Beschichtungsmaterial von chemischen Geräten und Behältern.

Markennamen

  • DYNEON® ETFE –  3M / Dyneon
  • FLUON® ETFE – Asahi Glass Co., Ltd.
  • HOSTAFLON® ET – 3M / Dyneon
  • TEFZEL® – DuPont
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